Welche Snowboard Arten gibt es?


verfasst von Tobi Deckert am

Schon seit dem Kleinkindalter war ich von den Bergen und Schnee begeistert. Kaum konnte ich laufen stand ich schon auf Skiern. Erst später kam der Trend zum Snowboard fahren und auch von diesem ließ ich mich hinreißen. Daher bin ich nun bereits seit über 20 Jahren auf nur noch einem Brett unterwegs und wenn ich ehrlich bin, fehlt mir das zweite auch nicht. Aufgrund meiner langjährigen Snowboard Erfahrung habe ich bereits auch diverse Bretter ausprobiert und kein Trend ist vor meiner Abenteuerlust sicher. Jedoch kennt sich nicht jeder so gut mit den verschiedenen Arten von Snowboards aus und daher möchte ich in diesem Blogbeitrag gerne die Frage beantworten: Welche Snowboard Arten gibt es?

Mittlerweile kann niemand mehr einfach ins Geschäft gehen und ‚einfach‘ ein Snowboard kaufen. Die Snowboard Unterschiede sind sehr gravierend und es gibt viele verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Techniken. Jedes ist für einen etwas anderen Fahrstil und Bedarf erfunden und daher ist es wichtig zu wissen, welches Modell ist das richtige für mich. Unterschiede gibt es sowohl in der Form als auch in der Vorspannung.

Snowboard Unterschiede:
  • All-Mountain
  • Freestyle
  • Freeride
Snowboard-Shapes gibt es die folgenden:
  • Twin
  • Directional
  • Asymmetrical
Die derzeit gängigen Vorspannungen sind:
  • Camber Snowboard
  • Rocker
  • Flat
  • Hybridcamber
  • Hybridrocker
  • 3BT (TBT)
Erfahre in diesem Blog mehr über die Details der verschiedenen Modelle und finde heraus, welches sich für dich und deine Bedürfnisse am besten eignet.

Snowboardtypen: Freestyle, All-Mountain & Freeride

Freestyle

Der Name ist hier Programm. Wer nicht viel von normalen Pisten hält und seine Zeit liebt auf Halfpipes, Kickers und Rails verbringt, der sollte sich ein Freestyle Board zulegen. Hier sind die meisten Modelle an Nose und Tail komplett gleich und können daher in beide Richtungen gefahren werden.

All-Mountain

Das All-Mountain Board ist ein wahrer Allrounder und ist für jede Art von Snowboarden geeignet. Es ist daher eine hervorragende Kompromisslösung für solche, die alles einmal ausprobieren möchten, oder einfach noch nicht wissen, welche Art an Snowboarden sie eigentlich bevorzugen.

Freeride

Freeride Modelle sind wirklich für die Freiheitsgeister des Snowboard fahren. Die normale Piste ist einfach nicht genug und am liebsten einfach ab in den Tiefschnee und weg von der geräumten Piste. Die Boards bieten besonders viel Auftrieb bei Tiefschnee und sind besonders flexibel bei eher weniger festen Pisten.

Die gängigen Snowboard-shapes unter der Lupe

Twin

Der Twin heißt Twin, weil Nose und Tail komplett aussehen und das Brett in beide Richtungen gleich gefahren werden kann. Vor allem beim Freestyle ist diese Form besonders beliebt, da sie viel Freiheiten lassen. Für Anfänger gibt es die sogenannte ‚True Twin‘ Variante. Hier sind sowohl Fahrverhalten als auch Kraftübertragung auf beiden Seiten identisch. Bei der Variante Directional Twin ist die Nose dagegen etwas länger und sorgt somit für besseren Auftrieb, welcher besonders im Tiefschnee von Vorteil ist.

Directional

Das Directional Board ist hervorragend für Tiefschnee Konditionen geeignet und daher ebenfalls bei Freeridern sehr beliebt. Die Nose ist breit tailliert und zusätzlich etwas aufgebogen. Somit hat der Fahrer mehr Auftrieb und sinkt nicht so schnell im Tiefschnee ein. Die Inserts im hinteren Bereich verlagern den Schwerpunkt nach hinten, unterstützen somit den Auftrieb und verhindern ebenfalls ein Einsinken.

Asymmetrical

Wer viel und gerne Kurven fährt, weiß, dass dies viel Anstrengung mit sich bringt und vor allem die Linkskurven auf der Rückkante die Beine stark belasten. Hierfür sind Asymmetrical Boards hervorragend geeignet. Diese Boards haben eine angepasste Zehen- und Fersenkante. Letztere lässt sich bei diesen Boards leichter belasten und das Wenden ist somit um einiges einfacher. Hier muss beim Kauf jedoch besonders gut aufgepasst werden. Direktionale Asymmetrical Boards haben eine angepasste Form für Regular und / oder Goofy-Fahrer.

Vorspannungen als Kaufkriterium

Der Klassiker unter den Snowboards: Camber

Mit dem Camber Snowboard hat der Trend des Snowboardens begonnen und noch vor ein paar Jahren gab es abgesehen davon nicht allzu viele Modelle. Doch das Modell ist auf keinen Fall veraltet und ist bis heute noch ein absoluter Klassiker. Diese Modelle haben die sogenannte ‚klassische Vorspannung‘. Das bedeutet das nur Nose und Tail (die zwei Enden des Boards) des Boards auf dem Boden aufliegen.

Doch wofür ist dieses Brett besonders gut geeignet? Von allen Snowboard Arten eignet sich dieses am besten um ordentlich zu Carven, da diese Technik besonders viel Griff und den Kanten bracht, welcher bei einem Camber Snowboard gegeben ist. Ebenso kann dieses Board jedoch auch auf großen Pipes und Kickern verwendet werden. Es ermöglicht besonders viel Präzision und ist leichter zu kontrollieren als andere Snowboard Arten.

Einsteiger Modell: Rocker

Du willst das Snowboard fahren erst noch lernen und suchst nach einem einfachen Modell? Das Rocker Snowboard hat auf jeden Fall einige Vorteile, die es Einsteigern einfach machen. Im Vergleich zum Camber Snowboard ist die Auflagenfläche genau andersherum. Hier liegt nur der mittlere Bereich des Boards auf und Nose und Tail befinden sich in der Luft. Oft wird dieses Snowboard daher auch ‚Reverse Camber‘ genannt.

Diese Technik sorgt für etwas mehr Auftrieb im Pulverschnee und macht es außerdem einfacher das Snowboard zu drehen. Anfänger tun sich daher mit diesem Brett oft leichter, da sie das Kurvenfahren schneller erlernen können. Der Nachteil zum Camber ist jedoch, dass es nicht ganz so griffig ist und weniger Stabilität gewährleistet.

Das Beste aus beiden Snowboardarten: Flat

Rocker und Camber haben beide ihre Vor- und Nachteile und der ein oder andere hat sich sicher schon gefragt, warum nicht beides kombinieren? Hier kommt das Flat Snowboard ins Spiel, welches die besten Eigenschaften aus den beiden oben erwähnten Arten in einem Board kombiniert.

Das Flat Snowboard liegt, wie der Name schon sagt, mit seiner ganzen Fläche flach auf dem Boden auf. Somit kombiniert es etwas mehr Drehfähigkeit und Wendigkeit des Rockers mit etwas mehr Stabilität des Modell Camber. Es handelt sich daher um einen Mittelweg zwischen den beiden ersten Modellen. Das Flat Board eignet sich auch für den Park und kann hervorragend auf Rails und Boxen verwendet werden.

Hybridrocker: Rocker Snowboard 2.0

Bei dem Hybridrocker gibt es insgesamt drei Auflageflächen des Snowboards. Nose, Tail und in der Boardmitte. Es befinden sich demnach jeweils eine Camber unter den Bindungen. Diese Bauweise macht das Snowboard besonders Drehfreudig und sorgt noch dazu für ordentlichen Auftrieb.

Während die Camber hier natürlich wesentlich kleiner sind als bei einem Camber Snowboard, verhelfen die zwei Camber unter den Bindungen dennoch zu etwas Stabilität und Kantenhalt. Wie der Name schon sagt, baut die Technik des Hybridrocker auf das Modell Rocker auf und profitiert daher auch von seinen Eigenschaften, während es jedoch versucht ebenfalls von den Eigenschaften des Camber Modells zu profitieren.

Auftrieb und Stabilität zur gleichen Zeit: Hybridcamber

Der Hybridcamber ist eine etwas andere Kombination aus Rocker und Camber. Hier gibt es jeweils größere Auflageflächen an Nose und Tail und dennoch befindet sich eine kleine Kammer in der Mitte, die nicht auf dem Boden aufliegt. Mit der größeren Auflagefläche bietet das Snowboard etwas mehr Auftrieb und verhilft somit zu größeren Geschwindigkeiten und einer besseren Wendigkeit, als bei dem Camber.

Zu gleich bietet der verbliebene Camber dennoch gewissen Stabilität und ermöglicht eine präzisere Steuerung und Carven. Generell ist der Hybridcamber etwas mehr an den Eigenschaften des Modell Camber orientiert, so wie das andersherum auch bei dem Hybridrocker der Fall war.

3bt – TBT: Spielerisch auf dem Berg unterwegs

Das Snowboard verfügt über eine ‚Triple Base Technology‘ und unterscheidet sich daher sehr von den anderen hier erwähnten Modellen. An Nose und Tail des Boards befindet sich hier eine Aufbiegung. Somit verfügt das Board über drei Auflageflächen auf jeder Seite und hat daher auch den Namen ‚Triple Base‘ erhalten. Die drei Auflageflächen sorgen für ein sehr loses und fast spielerisches Gefühl beim Fahren des Boards und ist daher eher für Fortgeschrittene geeignet.

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